Post in Lübbenau im Spreewald, Kaltluftsee, Krausnicker Berge, Baruther Urstromtal.
Von April bis Oktober wird die Post in Lübbenau bis zum Ortsteil Lehde auf dem Wasserweg zugestellt. Der Postzusteller nutzt einen gelben Postkahn ohne Außenbordmotor, der mittels eines Rudels stakend fortbewegt wird. Ein Rudel ist eine über vier Meter lange Stange, ähnlich einem sehr schmalen Ruder. Da beim Staken immer die Gefahr besteht, dass das Rudel stecken bleibt und abbricht, befindet sich auf jedem Kahn mindestens ein Ersatzrudel. Der Spreewald liegt, wie ganz Brandenburg, im Übergangsbereich vom ozeanischen Klima Westeuropas zum kontinentalen Klima Osteuropas. Wegen der gegenüber dem nördlichen und südlichen Umland tiefen Lage hat der Spreewald eine für Niederungen typischen klimatischen Besonderheiten, die sich vor allem bei Strahlungswetterlagen äußern. Kältester Monat in Lübben ist der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von -0,7 °C, wärmster der Juli mit ca. 18,2 °C. Das Jahresmittel liegt bei 8,5 °C. Auf Grund seiner Niederungsposition ist das Spreewaldgebiet frostanfällig, da sich bei Strahlungswetterlagen ein Kaltluftsee bilden kann. Nebeltage treten daher im Spreewald deutlich häufiger auf als im Umland. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt im Spreewald unter 550 mm mit einem ausgeprägten Sommermaximum und Winter-/Frühjahrsminimum. Die Krausnicker Berge, die westlich vorgelagert bis 144 m hoch liegen, sind zu klein, um einen wirksamen Regenschatten zu erzeugen. Das Baruther Urstromtal, in welchem der Oberspreewald liegt, ist von Westnordwest nach Ostsüdost, etwa an der Zugbahn zahlreicher Niederschlagsgebiete ausgerichtet, so dass kaum Regenschatteneffekte wirken können. […]